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»Alle geben im Training Gas«

 Der BSC Schwein­heim II spielt in die­sem Jahr in der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 3 und darf be­haup­ten, das ein­zig un­ge­schla­ge­ne Team die­ser Klas­se zu sein. Akin Er­do­gan, der am Sams­tag 39 Jah­re jung wird, führt die zwei­te Schwein­hei­mer Mann­schaft als Spie­ler­trai­ner durch die Sai­son. Bis­her hat er al­ler­dings erst ei­ne Par­tie ab­sol­viert – er sieht sei­ne Zu­kunft eher an der Sei­ten­li­nie.

Die Jugend verbrachte er unter anderem in Obernau, dann ein Aktivenjahr in Niedernberg, seitdem ist er in Schweinheim tätig. Der Coach stand der Main-Kick-Redaktion Rede und Antwort.

Main-Kick: Wie ist es in einer Liga mit ausschließlich zweiten Mannschaften?
Erdogan: Für unsere Ambitionen und dem breiten Kader, ist das eher eine Katastrophe. Wir haben bereits vier bis fünf Spiele abgesagt bekommen, waren sogar einmal vier Wochen spielfrei. Das ist dann teilweise kein Wettbewerb mehr und wir fühlen uns alles andere als gut aufgehoben. Spielerisch bringt uns das auch nur wenig weiter, und die Spieler bekommen auch nicht immer genügend Spielzeiten.

Main-Kick: Ist es dann in solchen Fällen, und auch ob der Tatsache, dass Ihr Tabellenführer seid, schwer die Mannschaft zu motivieren?
Erdogan: Nein, wir können da stolz auf die Mannschaft sein. Wir haben derzeit Erfolg und das motiviert sogar noch mehr. Zumal wir einen Umbruch vollzogen haben, eine Truppe mit vielen neuen Spielern, auch einigen aus der eigenen A-Jugend. Die sind alle topmotiviert. Da wächst etwas zusammen, weil auch die Einstellung immer stimmt.

Main-Kick: Was ist das Geheimnis? Die Ausgeglichenheit im Kader, in dem jeder auch Tore machen kann, oder die starke Abwehr, die erst sieben Gegentore zugelassen hat
Erdogan: Wir haben eine geschlossene Truppe, und wir haben einige wichtige Punkte. Zum einen haben wir einen Kader von 30 bis 35 Spielern, die auch immer zum gemeinsamen Training kommen. Mit Thorsten Zeuch haben wir einen Trainer der auch immer mit mindestens einem Auge auf die zweite Mannschaft blickt. Die Zusammenarbeit zwischen mir und Florian Müller, wir beide sind zusammen das Trainergespann, ist super. Zumal auch Thorsten auf uns hört und immer wieder einmal auch Spieler in die erste Mannschaft befördert.

Main-Kick: Obwohl nicht immer alle spielen können, und die Spiele nicht jedes Wochenende antreten?
Erdogan: Das ist ja das Spezielle. Manchmal müssen Florian und ich Spielern auch sagen, dass sie an diesem Wochenende nicht spielen können, weil wir nicht mit einem 18-Mann-Kader zum Auswärtsspiel fahren müssen. Dennoch lässt sich auch die Nummer 12, 13, 14 und 15 nicht hängen. Alle geben im Training Gas und wir versuchen dann auch immer allen genügend Einsatzzeiten zu geben, auch wenn es zwischendurch spielfreie Wochenenden gibt.

Main-Kick: Vor der Saison habt Ihr als Ziel den Umbruch ausgelobt. Das hat sich geändert oder?
Erdogan: Ja, wir haben als Trainergespann auch darüber gesprochen. Die erste Mannschaft ist in der Spitzengruppe, die zweite Mannschaft ist Spitzenreiter. Wir haben uns zumindest für die zweite Mannschaft den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben.

Main-Kick: Noch ein kurzer Ausblick oder Anmerkungen?
Erdogan: Ich will noch einmal betonen, dass Thorsten Zeuch, Florian Müller und ich sehr gut zusammenarbeiten. Das zeigt sich auch darin, dass Kevin Teppich, der vor der Saison als Stürmer von Südring kam, richtig Gas gegeben hat und jetzt schon drei Spiele in Serie in der ersten Mannschaft von Anfang an spielte. Wen ich auch noch unbedingt erwähnen möchte ist Franz Constantin, den wir vor der Saison zum Kapitän gemacht haben. Er ist mit seinem Kampfgeist und der Laufbereitschaft im defensiven Mittelfeld ein Vorbild und nicht mehr wegzudenken. Solche Spieler brauchst du.

Quelle: mainKick, 15.11.2014

 


 

»Nach so einem Start will man auch dranbleiben«

Nach ei­ner lan­gen und er­folg­rei­chen Zeit beim TSV Keil­berg such­te Trai­ner Tors­ten Zeuch ei­ne neue Her­aus­for­de­rung – und fand sie beim BSC Schwein­heim. Weil am Er­big nicht nur ein neu­er Trai­ner tä­tig ist, son­dern auch vie­le Neu­zu­gän­ge in­te­griert wer­den müs­sen, hielt sich der Kreis­li­gist beim For­mu­lie­ren des Sai­son­ziels zu­rück.

Über die vielversprechende Zwischenbilanz des aktuellen Tabellendritten der Fußball-Kreisliga Aschaffenburg/Miltenberg sprach Zeuch mit Main-Echo-Redakteur Wolfgang Hettfleisch.
Herr Zeuch, der BSC hat zehn Spiele absolviert, steht mit 22 Punkten auf dem dritten Platz der Kreisliga Aschaffenburg/Miltenberg und hält Kontakt zur Spitze. Ist sportlich alles so, wie Sie es sich erhofft haben?
Verbesserungsbedarf gibt‘s ja immer. Das gilt natürlich erst recht nach so kurzer Zusammenarbeit. Aber im Endeffekt bin ich mit der erreichen Punktzahl zufrieden. Wir sind mit dabei, sind vorne drin. Das war bisher alles in Ordnung – mit Ausnahme des Spiels in Stadtprozelten. Die Niederlage dort war völlig unnötig. Da haben wir uns nicht so präsentiert, wie wir‘s können. Aber insgesamt gilt: Das ist eine nette Truppe und ich bin schon zufrieden.
Im Sommer sind, wenn wir richtig gezählt haben, 14 neue Spieler zum Team gestoßen, nur fünf haben den Club verlassen. Der Kader muss also ziemlich groß sein. Vor- oder Nachteil?
Der Kader ist definitiv groß. Ich sehe darin keinen Nachteil. Wir haben, wenn man erste und zweite Mannschaft berücksichtigt, eine gute Qualität. Man merkt, dass wir auch in der Breite gut aufgestellt sind.
Sie haben, bevor Sie in diesem Jahr nach Schweinheim gewechselt sind, zehn Jahre lang den TSV Keilberg trainiert – und das mit einigem Erfolg. Sind Sie ein Trainer, der gern langfristig denkt und arbeitet?
Natürlich ist es mein Ziel, längerfristig mit einer Mannschaft zu arbeiten. Aber das Fußballgeschäft ist nun mal erfolgsabhängig und man kann nie sagen, ob das auch klappt. Für uns gilt jetzt zunächst mal: Wenn man so einen Saisonstart hat, dann will man auch vorn dabeibleiben. Wir haben die dafür erforderliche Qualität in der Mannschaft, aber es braucht natürlich auch ein bisschen Glück. Die Vorzeichen für eine gute Saison sind jedenfalls gegeben.
Was zeichnet Ihr Team besonders aus und wo sehen Sie noch Schwächen?
Das Positivste ist die Außendarstellung der Mannschaft, die Art, wie sie sich präsentiert. Man merkt einfach in jeder Situation, dass da ein Team auf dem Platz steht. Wir haben unsere Stärken sicherlich in der Offensive. Das sieht man ja alleine daran, wie viele Tore wir schon geschossen haben (33; Anm. d. Red.). Unsere offensive Ausrichtung macht sich leider noch in der Defensive bemerkbar. Die steht noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Aber alles in allem setzt die Mannschaft die Vorgaben – auch dank des ausgeprägten Teamgeistes – sehr, sehr gut um.
Am Sonntag empfängt der BSC den TSV Röllfeld. Schweinheim ist schon aufgrund der Tabellensituation favorisiert. Vor allem aber: Ihr Team hat eine makellose Heimbilanz, Punkteverluste gab‘s bisher nur auswärts.

Wir haben bislang zu Hause richtig überzeugt. Das wollen wir natürlich auch gegen Röllfeld. Zumal ein Sieg genau das Richtige mit Blick auf den nächsten Spieltag wäre. Denn da wartet das Spitzenspiel bei der DJK Hain. Zuhause sind wir bislang sehr souverän aufgetreten. Auswärts haben wir so unsere Probleme gehabt. Das war aber zuletzt beim 4:1-Erfolg in Freudenberg zum Glück nicht mehr der Fall. Da sind wir endlich auch mal auswärts souverän aufgetreten und haben verdient gewonnen.
Wolfgang Hettfleisch

Quelle: mainKick, 11.10.2014

Interview mit Christoph Schürmer vom 26.08.2014 mit mittelkreis.de


 

»Sportlicher Ehrgeiz und Heimatgefühle«

BSC Schweinheim: Beim Ehrenabend steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt – Neue Ehrenmitglieder

Sportlicher Ehrgeiz und Heimatgefühle, ambitionierte Jugendarbeit und gesellschaftliches Engagement: Beim Ehrenabend zur Feier des 90-jährigen Bestehens des BSC Schweinheim standen nicht nur Tore, Punkte und Meisterschaften im Mittelpunkt. Vielmehr würdigten die Redner die Rolle eines Stadtteilvereins für das Zusammenleben in einer Kommune.

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Ehrenmitglieder beim BSC: Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Treubert (rechts) gratuliert (von links) Siegbert Pfeiffer, Otto Appelmann und Theo Stahl. Foto: Christine Blume-Esterer

Ein Drittel der 740 Mitglieder sind Jugendliche und ihnen gilt, wie Vorstand Hans-Joachim Treubert unterstrich, die besondere Wertschätzung. »Der BSC hat schon immer eine gute Jugendarbeit betrieben. Ihre Integration in das Vereinsleben, die Vermittlung sozialer Kompetenz und die Grundlagen eines gemeinschaftlichen Miteinanders sind uns wichtig.«

Daran knüpfte auch Oberbürgermeister Klaus Herzog in seinem Grußwort vor 150 Festgästen an, als er darauf hinwies, »dass die Vereine der Stadt Arbeit abnehmen«. Gerade in den Stadtteilen brauchten die Menschen Heimatgefühle, einen Ort, an dem sie sich zu Hause wähnen. Den Weitblick, einen solchen Verein zu gründen, hätten die Urväter des BSC vor 90 Jahren bewiesen. »Heute ist der Sport unglaublich wichtig für die Gesellschaft.«

Der OB sparte dabei nicht mit Eigenlob. Stadtverwaltung und Stadtrat honorierten diesen Einsatz und brächten trotz Finanzkrise drei Millionen Euro jährlich allein für Sportvereine auf. Dazu komme noch die Pflege der Plätze und Anlagen.

Mit Blick auf den Rasen am Steinweg vertrat Herzog sogar die Ansicht: »Der sieht aus wie in Wembley.« Die Unterstützung der Stadt hat auch in der Vereinschronik des Ball-Spiel-Clubs seinen Niederschlag gefunden. Treubert erinnerte an den Bau des ersten Rasenplatzes und des Vereinsheimes an der Rotäckerstraße in den 1950er und 1960er Jahren, dann an den großen Umzug des Vereins an den Steinweg vor dreißig Jahren mit mehreren Rasenplätzen, dem erneuten Bau eines Sportheims und schließlich vor fünf Jahren der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes. »Das wäre ohne die Stadt nicht möglich gewesen.«

Das offene Ohr im Rathaus, vor allem aber die seriöse Vereinspolitik der vergangenen Jahrzehnte, habe dazu geführt, dass sich der BSC heute in einem soliden Zustand präsentiere. Die ehrenamtliche Tätigkeit sei das Rückgrat der Vereinsarbeit. Nur wenn sich weiterhin viele Mitglieder engagierten, könne man bestehen. »Das ist manchmal mühselig und kostet Kraft, aber es lohnt sich.«

»Stets fair gespielt«

Den Wert solcher Vereinspolitik unterstrich Karl-Heinz Stegmann, der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport. »Man muss nicht unbedingt immer höherklassig spielen wollen, egal was es kostet.« Dabei kann der BSC durchaus auch auf Erfolge seiner Fußballer blicken. Die erste Mannschaft spielt, nach zwei Jahren in der Bezirksoberliga, derzeit in der Bezirksliga und die A-Jugend immerhin in der Bezirksoberliga. Stegmann erinnerte sich gerne an seine Zeit als aktiver Fußballer zurück. »In den Spielen gegen Schweinheim ging es immer fair zu.«

Ganz ohne Geld ging es aber am Jubiläumsabend nicht. Herzog und Stegmann hatten genauso Schecks mitgebracht wie Thomas Gerlach, der als Vorsitzender des Vereinsrings Glückwünsche der Schweinheimer Ortsvereine überbrachte, und der Bayerische Fußballverband.

Ehrenmitglieder und Jubilare

Der BSC ernannte vier neue Ehrenmitglieder. Der Vorsitzende Hans-Joachim Treubert überreichte Otto Appelmann, Siegbert Pfeiffer und Theo Stahl, die alle schon über 50 Jahre dem Verein die Treue halten, die Urkunde. Das Ehrenabzeichen in Gold des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) erhielt Norbert Haschert, der seit über 25 Jahren als Jugendtrainer und -betreuer aktiv ist. Sein Abzeichen in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft oder 20 Jahre Funktionärstätigkeit verlieh der Verband an Rudolf Becker, Gottfried Bergmann, Kurt Burger, Egon Elbert, Gerhard Haschert, Michael Karpf, Edgar Kohlmannsberger, Norbert Kraus, Wilfried Schneider, Winfried Schneider, Robert Skworzow, Walter Skworzow, Norbert Soder, Karl-Heinz (»Sander«) Staudt, Karl-Heinz (»Karli«) Staudt, Hans-Joachim Treubert. Das Abzeichen in Silber für 30 Jahre Mitgliedschaft oder zehn Jahre als Funktionär ging an Egon Arnold, Egbert Böhmer, Rudolf Brunner, Franz Haschert, Wolfgang Lippert, Roland Rickert, Wolfgang Rickert, Harald Scheuermeyer, Clemens Schmittner, Thomas Schnackig, Burkhard Sommer, Max Staab, Roland Staudt.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft oder zehn Jahre Funktionärstätigkeit verlieh der BSC das Vereinsabzeichen in Gold an Friedrich Amrhein, Frank Arhelger, Egon Arnold, Andreas Büttner, Marco Castro, Anita Elbert, Wilfried Gelnar, Thomas Glaab, Ernst Großmann, Werner Hanf, Hans Helfrich, Karl Hessler, Traudl Höflich, Karl-Georg Kolb, Thomas Kolb, Josef Kullmann, Michael Mattmer, Hermann Merbach, Harald Müller, Norbert Müller, Gerhard Neukamm, H.-J. Passmann, Elisabeth Plischke, Roland Reis, Harald Rickert, Michael Sandt, Elmar Sauer, Heiko Sauer, Manfred Schadler, Hans-Dieter Schiwek, Alexander Schlott, Franz Schmidtbauer, Herbert Schmitt, Ralf Staudt, Dieter Treindl, Thomas Treindl, Manfred Wolfert, Jürgen Zimlich.

Für mindestens acht Jahre als Jugendtrainer oder -betreuer spendierte der BFV sein Jugendverbandsabzeichen in Silber für Harald Deckert, Eric Flörchinger, Frank Gast, Matthias Neu, Andreas Pohl, Ralf Schäfer, Hasan Toric, Willi Weber.

Quelle: www.main-netz.de, 02.08.2010